L“ELE

L“ELE ist ein kleines Töpferstudio im 7. Wiener Bezirk, Atelier- und Verkaufsräumlichkeit in einem gassenseitigen Erdgeschoßlokal eines gründerzeitlichen Wiener Altbaus.

Das Low-Cost-Ausstattungskonzept berücksichtigt die Anforderungen einer Produktionsstätte hinsichtlich Material-, Licht- und Oberflächenwahl, die zur Produktpräsentation erforderliche Einrichtung findet sowohl in den staubbelasteten Werkräumlichkeiten als auch im Aussenbereich Verwendung.

Räumliche Überlegungen zur Anwendung bei Märkten, Messen oder als temporäre produktbezogene Warenständer in Geschäften bildeten Grundlage für Art, Größe, Kombinierkeit eines Modulsystems, das bei einfachem Aufbau auch ein Minimum an Stauraum beim Transport beansprucht.

(Konstruktion: CrNi geschliffen, Stahl beschichtet, Eichenholz  massiv, PE-Textilbespannungen)

 

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Umbau Wohnhaus S.

Umgebaut wurde ein Teil eines Wohnhauses aus den 80er Jahren, einem wenig gelungenem ‚Misch-Masch‘ aus anrührend-bäuerlichen Stilzitaten und Modernismen der damaligen Kataloge ‚Rund ums Häuselbauen‘. Die ‚alte‘ Bausubstanz war einwandfrei (2-schalig kerngedämmtes Mauerwerk), das Haus ausreichend groß.

Durch den baulichen Eingriff entstand ein unaufdringliches, selbstverständlich wirkendes modernes Wohnambiente, funktionale Überlegungen, eine klare Materialwahl sowie gefühlvoll proportionierte räumliche Elemente wie etwa ein ca. 9m langes Panoramafenster mit Blick über die Stadt bestimmen den Entwurf. Details wie ein eigens entwickeltes Vorhangsystem sowie mobile in der Wand integrierte Raumteiler erzeugen die ursprünglich mittels platten Stilzitaten gesuchte Gemütlichkeit und tragen gleichzeitig einer modernen Lebensweise Rechnung.

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Easy Generations Wohnhaus

 

Nominiert für den OÖ Architekturpreis Daidalos 2012

 

 

Leitgedanke  bei der Planung war das Konzept der Lebens- und praxisnaher Nachhaltigkeit, welches primär aus folgenden Säulen besteht

 

– Das Haus ist für die verschiedenen Lebensphasen bestmöglich nutzbar

– Anpassung an veränderlich Wohnbedürfnisse ohne Umbaumaßnahmen

– Störungsfreies Nebeneinander von Privater und Externer Nutzung

– Niedrigstenergiestandard, wirtschaftliche Bauweise

– ressourcenschondene  Beheizung mittels Grundwasser -Wärmepumpe

– zentrumsnahe Lage, kurze Wege, Anschluß an öffentlichen Verkehr

 

Nutzungszyklen

-Nutzungsvariabilität unter minimalstem Aufwand für die Lebensphasen:

Wohnen / Familie / Arbeiten /Mehrgenerationen / Betreubares Wohnen

 

Das Haus ist in 3 separat uneingeschränkt nutzbare Einheiten teilbar. Erforderlich dabei sind lediglich der Einbau zusätzlicher Wohnungseingangstüren sowie eines adaptierten Stiegenantrittes.

 

Sanitär- und Haustechnische Anschlüsse sind jeweils so eingeplant, dass hier keine weiteren Umbaumaßnahmen erforderlich sind. Einlagerungsräume im Keller sowie die Werkstatt sind allgemein zugänglich.

 

Raum

Die auf den städtebaulichen Kontext bezogenen Innen- und Außenräume beruhen auf spannungsvollen Wechseln von Öffentlichkeit zu Intimität und generieren in allen Bereichen des Hauses eigene nutzungsspezifische Raumqualitäten.

 

Konstruktion

Entsprechend der veränderlichen Nutzungen des Hauses wurde eine konstruktiv und handwerkliche dauerhafte Ausführung mit geringem Erhaltungsaufwand gewählt.

 

– Massivbauweise aus 50cm hochdämmendem Ziegel (ohne VWDS)

– Ober Decken bzw. Dächer sowie das Flugdach in Holzleichtbau

– sämtliche verwendete Baumaterialien sind sortenrein recyclebar

– solare Optimierung und konstruktiver Sonnenschutz gegen Überhitzung

 

Form

Gebaut wurde ein auf den ersten Blick ‚klassische‘ anmutendes EFH mittlerer Größe, welches gemäß den Wünschen der Bauherren alle Vorzüge einer modernen Architektursprache aufweisen sollte: großzügig  und offen geschnittener Raumplan, in räumlicher Symbiose zum parkähnlichen Garten.

 

Kontextbezogenes Bauen

Das relativ große Grundstück befindet sich inmitten einer heterogen entwickelten Umgebung, unmittelbar angrenzend nach Norden an ein Betriebsgelände sowie nach Westen an eine Anlage mit 10-geschossigem Wohnhaus. Der in die Tiefe des Grundstückes entwickelte 2-geschossige Baukörper wird durch einen parallel zur Straße gelegenem flachen Gebäudeteil abgerückt. Ein kleiner vorgelagerter Innenhof sowie ein bestehender  Nußbaum schaffen trotz maximaler Transparenz des Wohnbereiches völlige Privatheit gegenüber der Umgebung.

Ein- und Ausblicke des Gebäudes wurden für alle Bereiche in Bezug zum städtischen Kontext sowie zum Garten überlegt.

 

Ökonomie

Aus wirtschaftlicher Sicht stellt der Bau des privaten Eigenheimes auf mikroökonomischer Ebene naturgemäß eine besonders anstrengende Ausnahmesituation dar. Mit Sicht auf Generationen- und Lebensphasen kann mittels übergreifender Baumaßnahmen ein anhaltender Mehrwert gewonnen werden.

 

Ressourcen

Beim polyfunktionale Haus verringert sich der bei der Bauherstellung anfallende Energie- und Rohstoffverbrauch aufgrund der MEHRZAHL an NUTZUNGSZYKLEN.

Der Ökologische ‚Fußabdruck‘ kann dadurch gegenüber den Ökobilanzen herkömmlicher Einfamilien und Wohnhäusern deutlich reduziert werden. Grundgedanke dabei ist, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Material, Energie und Rohstoffen PRIMÄR eher in der Langlebigkeit des Produktes liegt als in nachträglich aufrüstbarer technischer Ausstattung.

 

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